Welche Bodenarten gibt es
Die Bodenart – Sand, Schluff, Ton und Lehm – gibt an, welche Größe und Form die meisten Bodenpartikel haben und bestimmt die relevanten Bodeneigenschaften wie die Fähigkeit, Wasser, Luft und Nährstoffe zu speichern und wieder freizusetzen, die Bearbeitbarkeit, das Tempo der Erwärmung, pH-Wert-Schwankungen und im gewissen Maße auch die Aktivität der Bodenlebewesen. Bestimmt werden kann die Bodenart im Gewächshaus durch eine Schlämm- und Rollprobe. In der Regel wird ein leichterer Lehmboden als „goldener Mittelweg“ angestrebt. (s.u.)
Die Pflege des Gewächshausbodens
Wer sich bei der Düngung im Gewächshaus an die Herstellerangaben hält und spätestens alle 5 Jahre eine Bodenprobe untersuchen lässt, vermeidet eine fatale Versalzung seines Bodens durch Überdüngung und schont nebenbei noch Grund- und Trinkwasser.
Der pH-Wert im Gewächshaus wirkt sich vielfältig auf den Boden aus und ist besonders wichtig. Mit dem richtigen pH-Wert zwischen 5 und 7 können Pflanzen die vorhandenen Nährstoffe (optimal) aufnehmen. Schadstoffe bleiben hingegen gebunden. Kleine Tiere, hilfreiche Pilze, Algen und Bakterien fühlen sich bei 6 bis 6,5 am wohlsten, weswegen dieser Bereich oft als Optimum angegeben wird. Dabei sollte jedoch die Bodenart beachtet werden: Bei einem stark sandigen Boden sind auch noch Werte über 5 in Ordnung, ein besonders tonhaltiger Boden hingen sollte besser bei 7 liegen, da sich sonst die Bodenstruktur (weiter) verschlechtern würde. Der pH-Wert im Gewächshaus wird am besten jährlich mittels Schnelltest bestimmt. Eine Kalkung erfolgt nur auf Grund dieser Messung. Als Faustformel gilt: 50g Branntkalk/ m² erhöhen den pH-Wert auf einem Lehmboden um ca. 0,5. Wobei zu beachten ist, dass jeder Boden unterschiedlich stark auf die Zuführung von Kalk reagiert und verschiedene Produkte sich in ihrer Konzentration unterscheiden. Im Zweifel sollte lieber in mehreren Durchgängen gearbeitet werden. Eine pH-Absenkung ist im Gewächshaus nur relativ selten notwendig, da das Regenwasser leicht sauer ist. Ist es dennoch notwendig, können Sand, Torf/ Torfersatzfasern, künstliche Substrate oder sauer wirkenden Dünger eingearbeitet werden. Zu letzteren zählen schwefelhaltiger Dünger. Hier ist jedoch dringend darauf zu achten, die Düngeempfehlung des Herstellers nicht zu überschreiten.