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Freizeit im Gewächhaus

Erholsame Freizeit im Gewächhaus

 

Erholsame Freizeit im Gewächshaus

 

Erholsame Freizeit im Gewächshaus

 

In einem Gewächshaus können im Jahresverlauf ganz unterschiedliche Arbeiten anfallen: Aussäen, Umtopfen, Einpflanzen, Schneiden, Gießen, Sauber machen, Ernten, usw. Viele dieser Tätigkeiten tragen zum Vergnügen des (Hobby- Gewächshaus-) Gärtners bei. So mancher empfindet Pikieren oder Unkraut zupfen gar als meditative Tätigkeit. Doch spätestens beim Schleppen schwerer Gießkannen oder bei Zeitmangel stellt sich die Frage, ob sich nicht manche Arbeit im Gewächshaus reduzieren oder komfortabler gestalten lässt. 

Besonders viel Spaß macht die Arbeit, wenn ein paar Punkte zur Ausstattung des Gewächshauses und möglichen Hilfsmitteln berücksichtigt werden.

  • Der wichtigste „Luxus“ besteht aus ausreichend viel Licht, z.B. durch Gewächshaus Leuchten. Denn während der kurzen Wintertage abends mit einer Taschenlampe ins Gewächshaus zu müssen, verliert schnell an Reiz und schlecht ausgeleuchtete Ecken provozieren Verletzungen.

  • Bewegungsspielraum: Wegbreiten von mindestens 40 cm, besser 50 – 60 cm ermöglichen Schubkarre und Gärtner im Gewächshaus ein vernünftiges Durchkommen, Doppelflügeltüren bieten sich an, wenn ein größeres Gewächshaus entsprechend große Kübelpflanzen beinhalten sollen. Hängeborde/ Hängekulturtische nutzen vorhandene Wärme und Grundfläche im Gewächshaus gleich doppelt, denn so können Anzuchten und Jungpflanzen über anderen Kulturen untergebracht werden und sind trotzdem halbwegs auf Augenhöhe. Der Raum unter Kulturtischen sollte hingegen nur Pflanzen gewidmet werden, die keine ständige Aufmerksamkeit (und damit das Bücken) benötigen. Was sich hingegen immer hier befinden sollte, ist ein Behältnis für Grünabfälle, um sich unnötige Wege zu ersparen.

  • Rücken und Knie entlasten: Überdurchschnittlich große Menschen profitieren von Gewächshaus Tischen, deren Arbeitshöhe über den Standard von 80cm liegen. Dies können wir für Sie bei der Herstellung individuell anpassen. Alternativ können natürlich im Gewächshaus wie im Garten Hochbeete angelegt werden. Jedoch sind dies sehr dauerhafte Anlagen und ein etwaiger Bodenaustausch wird damit nicht bequemer. Für das Entfernen von unerwünschtem Bewuchs im Gewächshaus empfehlen sich langstielige Werkzeuge und ein anatomisches Kniekissen bzw. Knie-Sitzhocker. Eine stabile Sackkarre oder für schwere Kübelpflanzen eine Baumschulkarre erleichtern Knie und Rücken beim Aus-, Ein- und Umräumen enorm. Andernfalls helfen Trageschlaufen/ -gurte. In welche Art von Gefäß man gerade größere Pflanzen unterbringt, ist natürlich Geschmacksfrage. In Frage des Gewichts überzeugen Kunststoff-Töpfe. Die Optik lässt sich durch eine darum geschlungene kleine Bahn Jute oder einen Übertopf aus Keramik deutlich verbessern. Die letzten zwei Schwergewichte heißen Gießkanne und Erdsäcke. Die Alternativen dazu sind eine Bewässerung mittels Schlauch und Schlauchgießgerät bzw. automatischer Bewässerung und die Verwendung von kleineren Erdsäcken.

  • Hände entspannen: Scharfes, hochwertiges Handwerkzeug, allen voran die Rosenschere (in passender Größe!) sind nicht nur notwendig für saubere Schnitte, sondern auch zur Schonung der Gelenke und Sehnen in Händen und Unterarmen.

  • Arbeiten lassen: Das Gewächshaus mit dem Hochdruckreiniger säubern und gegen unerwünschte Tiere Nützlinge einsetzen, macht richtig Spaß. Jedenfalls viel mehr, als die Alternativen Schwamm und sonstige Pflanzenschutzmaßnahmen.

 

Weniger Arbeiten im Gewächshaus

Genauso wie es im restlichen Garten ein paar besonders arbeits-/ zeitintensive Themen gibt (Rasen, Schnitthecken, Rosen, kleiner/ formaler Teich), so existieren auch im Gewächshaus einige Schwerpunkt-Themen, die sich durchaus etwas rationalisieren lassen.

  • Anzucht im Gewächshaus: Auch wenn es den gärtnerischen Ehrgeiz herausfordert, so verlangen Aussaat und Anzucht von Jungpflanzen doch im Frühjahr sehr regelmäßigen Einsatz im Gewächshaus, in Form von passgenauem Gießen, rechtzeitigem Pikieren, etc.

Quickpottplatten und Untersetzer erlauben zwischendrin einen freien Tag, doch mit einem Urlaub im März/ April kollidieren die Pflanzenansprüche deutlich. Komplett umgehen lässt sich dies durch den Zukauf von Gewächshaus Jungpflanzen im April/ Mai. Eine schriftliche Anzuchtplanung fürs Gewächshaus ermöglicht es, Ausfallzeiten schon im Vorfeld zu berücksichtigen und unglückliche Zeitpunkte zu verlegen. Beispiel: Für Stecklinge eignen sich die leichten Quelltabletten aus Kokosfasern besonders gut. Möhren, Salate und andere „Kleinkulturen“ gibt es im praktischen Saatband, dadurch entfällt komplett das Vereinzeln in den Reihen.

  • Pflanzenwahl im Gewächshaus: In der Planungsphase können arbeitsextensivere Kulturen im Gewächshaus berücksichtigt werden: Wildtomaten müssen beispielsweise nicht ausgegeizt, Minigurken weitaus weniger angebunden bzw. gestützt werden als die 40cm langen Schlangengurken. Die mexikanische Minigurke ist relativ selbstkletternd, gesund und muss ebenfalls nicht ausgegeizt werden. Verschiedene Arten von Tomaten (Kirsch-, Salat-, Fleischtomate) verhindern eine plötzliche Schwemme im Spätsommer. Zuckermelonen sind schneller und unkomplizierter als Wassermelonen. Chilis bzw. Mini-Paprikas reifen sowieso zuverlässiger als die großen Blockpaprika und es existieren kleine Sorten, die nicht angebunden (gestäbt) und nur einmal umgetopft werden müssen. Pflück- und Schnittsalate können viel früher und in kleinen Portionen geerntet werden als komplette Salatköpfe. Wurzelgemüse und Zwiebelgewächse verlangen im Gewächshaus sehr, sehr wenig Pflege und nehmen kaum Platz weg. Feldsalat und Spinat bedecken zwischen Herbst und Frühjahr freie Gewächshaus Erdoberflächen, reduzieren so den Unkrautbewuchs im Gewächshaus und müssen nur selten gegossen werden. Ausgesprochen genügsam sind ausgepflanzte mediterrane Kräuter. Selbst im Hochsommer müssen sie i.d.R. nur ein Mal pro Woche gewässert werden, Krankheiten und Schädlinge sind selten.

  • Bewässerung im Gewächshaus: Der (Hoch-) Sommer im Gewächshaus steht stark im Zeichen des Gießens. Geeignete Untersetzer und stabile Wasserschläuche für mobile Pflanzen in Aussaatschalen, Quickpottplatten, Kübeln und Töpfen und eine automatische Gewächshaus Bewässerung für statische Kulturen wie Tomate, Gurke, Melone und Co. reduzieren diesen Aufwand erheblich.

  • Pflanzung: Ein Bodenaustausch im Gewächshaus von ca. 60cm alle 6 bis 8 Jahre lässt sich stark hinauszögern oder sogar verhindern, wenn der Boden nicht so strapaziert wird. Deshalb ist es günstig Starkzehrer wie Gurken, Melonen, Tomaten usw., die auch jedes Jahr ungefähr am selben Platz landen, nicht direkt in die Erde zu pflanzen. Besser verwendet man Kübel, große Töpfe oder einen 70 Liter Sack hochwertiges Substrat für 2 Pflanzen. Damit spart man sich zusätzlich die ersten ca. 4 Wochen das Nachdüngen. Rankspiralen oder andere Kletterhilfen stützen einen Teil des Gewichts der Früchte. Frostempfindliche Blumenzwiebeln und –knollen wie Dahlien können nicht nur im Gewächshaus überwintern und vorgetrieben, sondern dort auch in Töpfe gesetzt werden. Nach den Eisheiligen werden sie dekorativ im Garten verteilt und sind damit mobiler und besser vor Schnecken geschützt. Für die noch übrig bleibende Bodenbearbeitung muss im Gewächshaus nicht unbedingt zum Spaten gegriffen werden. Sauzahn und Kultivator schonen gleichermaßen Rücken, Boden und Zeitpläne.

  • Substrate, Erde, Düngung im Gewächshaus: Bei Kübelpflanzen lohnt es sich auf Substrate zu achten, die auch wieder Wasser aufnehmen, wenn sie einmal ausgetrocknet waren. In den meisten Fällen sind torffreie Erden dafür die erste Wahl. Wer seine Citrus-Pflanzen umtopft, tut gut daran, Blähton zum Substrat hinzuzufügen. Der Ton dient als Reservoire für Eisen, so dass danach nicht mehr ständig damit nachgedüngt werden muss, um die gefürchtete Chlorose zu vermeiden. Ungefähr 10% des Gesamtvolumens dürfen aus dem Blähton sein. Depotdünger liefern allen Kübelpflanzen für ca. 6 Monate relativ gleichmäßig Nährstoffe, nur ein Mikronährstoffdünger sollte einmal jährlich zusätzlich ausgebracht werden,

  • Mulchen im Gewächshaus: Generell ist die Abdeckung von Erdoberflächen auch im Gewächshaus eine gute Idee und frischer Rasenschnitt oder eine Gründüngung liefert dabei praktischer Weise Stickstoff. Sind jedoch Schnecken ein Problem, kann man auf groben Sand als Abdeckmaterial zurückgreifen. Viele Schnecken überqueren die raue Oberfläche eher ungern. Sand verändert allerdings auch die Bodenstruktur. Mulchvlies hingegen nicht. Es wird einfach ausgerollt, an den Seiten beschwert und bepflanzt. Durch die schattierte Oberfläche muss seltener gegossen werden und am Ende der Saison wird es direkt kompostiert. Zudem ist es schön leicht. Olivenbäume hingegen profitieren mehr von einer Schicht Kalkgestein als „Mulch“ z.B. Carrara-Kies. So wird beim Gießen der pH-Wert reguliert.

  • Pflanzenschutz: Resistente Sorten, spezielle Gewächshaus Sorten oder Landsorten – z.B. vom Bingenheimer Saatgut – minimieren schon im Vorfeld potentielle Probleme mit Krankheiten. Das gleiche gilt für ein maximal luftiges Klima im Gewächshaus dank eines Luftumwälzers, passgenauer Bewässerung und aller Maßnahmen zur Stärkung der Pflanzengesundheit. Bei den tierischen Schädlingen zeigen rechtzeitig im Gewächshaus angebrachte gelbe Insektenleimfolien bereits ab Anfang März, ob die Weiße Fliege auftritt und lassen dem Gärtner damit Zeit zu reagieren. Sollten bestimmte Tiere alle Jahre wieder auftreten, spart ein Nützlings-Abo Nerven und auch Zeit. Denn die tierischen Helfer sind im Gewächshaus schnell ausgebracht, wohingegen das sachgerechte Verwenden von Pflanzenschutzmitteln recht aufwendig und nicht sehr erstrebenswert ist.

  • Dauerhafte Anschaffungen: Sei es bei Gartenmöbeln oder Werkzeug – hochwertige Materialien und Verarbeitung ermöglichen zügiges und gründliches Reinigen und Nachschärfen, so dass nicht ständig neu gekauft werden muss. Das spart Zeit, Nerven und Ressourcen.


Krieger Gewächshaus Center:  © Copyright: Kuno Krieger GmbH Gewächshaus Center, Ilona Krieger

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