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Aussaat im Gewächshaus (Allgemein)

 

Aussaat im Gewächshaus

 

Aussaatzeit im Gewächshaus

In einem Gewächshaus beginnt die Aussaat Zeit viel früher als im Freiland, teils schon im Januar.

Das Vorgehen bei der Aussaat im Gewächshaus ähnelt sich vom Ablauf her. Zunächst wird ein geeignetes Gefäß, eine Aussaatschale oder Quickpottplatte, mit Vermehrungserde gefüllt. Es ist sinnvoll, genug Platz unter dem Rand zu lassen, damit beim späteren Gießen Erde und Samen im Gefäß bleiben. Die Erde mit einem Erdsieb in die Schale füllen, gerade bei länger angebrochenen Säcken. Bei Töpfen verhindert ein Stück Tonscherbe über dem Abzugsloch ein allzu rasches Ablaufen oder Verschlammen des Lochs. Bei Quickpottplatten legt man einfach ein Stück Küchenkrepp auf das Loch. Dieses ist extra groß, damit man den Wurzelballen später ohne ihn zu beschädigen bequem heraus drücken kann. Bei Bedarf kann man die Quickpottplatten im Gewächshaus oder auf der Fensterbank auf einen passenden Untersetzer stellen. Sie sollten aber kein Wasser dauerhaft in dem Untersetzer stehen lassen.

Das für die Aussaat verwendete Substrat sollte keim- und pilzsporenfrei sein, Jungpflanzen sind durch ihr zartes Gewebe sehr gefährdet. Außerdem sind die kräftig gedüngten normalen Blumenerde ungeeignet, die hohe Salzkonzentrationen der Dünger schaden den jungen Wurzeln. Besser werden spezielle Aussaaterden verwendet.

Die Erde wird geglättet und leicht angedrückt. Das Andrücken vermeidet Hohlräume, in denen die Jungpflanzen keinen Kontakt zu Erde und Wasser hätten.

Dann können die Samen verteilt werden. Wir empfehlen bewährte Sorten von Sperli oder das ökologische Saatgut der Firma Bingenheimer. Besonders Gewächshaus geeignete Sorten sind meist gekennzeichnet. Bei etwas feineren Samen wird gegen die geöffnete Tüte geklopft, welche zügig und gleichmäßig über das Aussaatgefäß bewegt wird. Wem das schwer fällt, für den ist ein Einzelkornsäer eine gute Idee.

Die Saat wird abgedeckt, damit die Samen weder wegfliegen, noch austrocknen können. Ausnahme davon sind die sogenannten Lichtkeimer, welche ohne direkte Lichteinstrahlung gar nicht erst keimen. Ob und wie viel Erde zum Abdecken benötigt wird, ist in aller Regel auf den Saatguttüten abgedruckt und sollte beachtet werden. Sind allerdings einmal weder die Originaltüte, noch Informationen über Fachliteratur oder Internet zu besorgen, hilft die alte Faustregel: „Ein- bis zweifache Dicke des Korns als Erdschicht oben drüber.“ Hierbei ist es wichtig keine „Erdklumpen“ zu verteilen, sondern eine schöne, gleichmäßige Schicht, deswegen ist die Verwendung eines Siebes sehr zu empfehlen.

Sehr langwierige Kulturen werden unter Umständen nach der Aussaat auch mit Sand oder feinem Kies abgedeckt, um die Moosbildung zu minimieren. Die noch trockene Erde wird jedenfalls erneut angedrückt und anschließend angefeuchtet. Dies kann manuell mit einem Feinsprüher erfolgen oder mit einer feinen Gewächshaus Gießkanne.

Nun wird die Ansaat mit vollständigem Namen und Datum auf dem Etikett auf den Gewächshaus Tisch gestellt. Wenn Sie in Schalen ausgesät haben, sollten Sie die kleinen Pflanzen pikieren, wenn diese aufgegangen sind und sich mit den Blättern berühren. Je nach Größe können Sie dann in Quickpottplatten pikieren oder in Einzeltöpfe. Wählen Sie eine Platten- bzw. Topfgröße, die zu den Pflanzen und der Größe ihrer Gewächshaus Tische passt. Zu kleine Töpfe trocknen schnell aus, zu große speichern zu viel Wasser, sodass die kleinen Pflänzchen eventuell faulen. Im Zweifel können Sie uns gern fragen.

Wer noch tiefer in das Thema Aussaat einsteigen möchte, dem empfehlen wir zwei Bücher: "Nachwuchs im Garten" für den Einstieg oder "Alles über Pflanzenvermehrung" für den, der sich umfassend informieren möchte.

Noch ein wichtiger Tipp: Die allermeisten Pflanzen brauchen nach der Aussaat im Gewächshaus zur Keimung hohe Luftfeuchtigkeit und Temperatur. Die Angaben finden Sie auf den entsprechenden Samentüten. Diese müssen möglichst exakt eingehalten werden. Die Gewächshaus Temperatur ist zu Beginn der Aussaatzeit meist noch nicht ausreichend. Das benötigte Klima zu erzeugen, gelingt einfach und effizient mit beheizbaren Vermehrungsbeeten, die im Gewächshaus aufgestellt werden. Die elektrische Heizung und ein anschließbarer Gewächshaus Thermostat bieten ideale Voraussetzungen für gesunde, kräftige Pflanzen aus eigener Aussaat.

Weiterführende Links:

Aussaat Gemüse und Salat im Gewächshaus

Aussaat Kräuter im Gewächshaus

Gewinnung von eigenem Saatgut im Gewächshaus

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