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Kaffeepflanzen vor der Ernte

Kaffeepflanzen vor der Ernte

Kaffeebohnen nach der Ernte

Kaffeebohnen nach der Ernte

Kaffeebohnen nach dem Rösten

Kaffeebohnen nach dem Rösten

Kaffee im Gewächshaus

Kaffee bzw. Coffea arabica und Robusta kennt man in Europa üblicherweise als Getränk am Morgen oder zum Kuchen. Insgesamt gibt es über 100 Arten von Kaffee, doch Coffea arabica und Robusta sind am weitesten verbreitet. Dabei hat die dazugehörige Pflanze durchaus auch andere Qualitäten und eignet sich als attraktive Kübelpflanze im Gewächshaus. Kaffeepflanzen im Gewächshaus pflegen und überwintern ist durchaus möglich.

Die Kaffeepflanzen werden 3 bis 5m hoch, haben waagrechte Seitenzweige mit Massen von stark glänzenden, dunkelgrünen, gegenständigen, 15cm langen Blättern. An den Blattachseln bilden sich schneeweiße, sternförmige, duftende Blüten in Büscheln. Aus ihnen entwickeln sich die Früchte. Diese sind ca. kirschgroß und verfärben sich mit der Zeit von hellgrün über rot zu purpurschwarz. Darin befinden sich in der Regel zwei „Kaffeebohnen.“ Bis zur Ernte braucht es aber auch im Gewächshaus 9 bis 11 Monate.

Die Kaffeepflanze ist den Krappgewächsen zugehörig, stammt wahrscheinlich ursprünglich aus den feuchten Hochlagen Ostafrikas, den Gebirgswäldern Äthiopiens. Von dort wurden die Pflanzen frühzeitig nach Arabien gebracht. Hauptanbaugebiet für Coffea Arabica sind heute die Tropen in Südamerika und Asien, sowie Teile Afrikas. Daraus lassen sich bereits die Ansprüche erahnen. Die optimalen Temperaturen für Kaffee liegen bei 18° bis 25°C.

Der Standort sollte das ganze Jahr hell, jedoch nicht der prallen Mittagssonne ausgesetzt sein, sonst nehmen die Blätter Schaden. Weiterhin kämen viel Luftbewegung und wenig Temperaturschwankungen dem Naturstandort der Kaffeepflanze am nächsten. Die Erde sollte nährstoffreich, durchlässig und leicht sauer sein. Spezialsubstrat ist nicht notwendig, es reicht eine hochwertige Blumenerde, nach Möglichkeit ohne Torf. Alternativ kann auch eine eigene Mischung aus gut verrottetem Kompost, Gartenerde und Sand im Verhältnis 2:2:1 verwendet werden.

Die Pflege des Kaffees ist an sich nicht kompliziert. Vor allem darf der Wurzelballen nie vollständig austrocknen. Die Regelmäßige Gabe von ausreichend Wasser ist also wichtig. Ältere Exemplare mit ausreichend großen Topf im Sommer alle zwei bis drei Tage durchdringend gießen, wobei das überschüssige Wasser aus dem Kübel ablaufen können muss. Staunässe im Topf begünstigt Bodenpilze. Dazu kommt ein Bedarf an regelmäßiger Nährstoffversorgung. Von Oktober bis März reicht es alle zwei bis vier Wochen flüssig zu düngen, vom Frühjahr bis Herbst wäre jede oder zumindest jede zweite Woche gut. Handelsübliche Dünger reichen in aller Regel aus. Wer gerne biologische Feststoffdünger verwenden möchte, gibt zu Wachstumsbeginn im April und Ende Juli Hornspäne und etwas Gesteinsmehl, zusätzliche Gaben von Brenn-Nessel-Brühe schaden nicht. Umgetopft wird circa alle drei Jahre in ein leicht größeres Gefäß. Die alte Erde kann mit einem Wasserstrahl etwas entfernt werden.

Schnittmaßnahmen an Kaffeepflanzen beschränken sich auf behutsames Auslichten oder leichten Formschnitt. Die unteren Blätter kann man an alten Exemplaren entfernen, um den hübschen Stammfuss sichtbar zu machen. Nach eigenen Erfahrungen ertragen kräftige, gut versorgte Pflanzen notfalls auch stärkere Rückschnitte.

Die Überwinterung im Gewächshaus erfolgt am besten bei 12° bis 15°C, junge Pflanzen besser etwas wärmer. Auch im Warmhaus – sprich Gewächshaus mit Temperaturen ab 18°C – gedeiht Kaffee im Winter gut, wenn er dabei einen möglichst hellen Platz hat. Als Zimmerpflanze hat Kaffee oft nicht so optimale Bedingungen wie in einem Gewächshaus.

Anzucht: Eine Vermehrung über (nicht geröstete!) Samen ist möglich, die ersten Blüten erscheinen dann allerdings erst nach drei bis fünf Jahren. Dafür werden das keimhemmende Fruchtfleisch und die feine Pergamentschale entfernt und die Bohnen über circa 8 Wochen bei 30°C in leicht feuchtem Anzuchtsubstrat gehalten. Nach dem ersten, gut entwickelten Blattpaar kann in ein nährstoffreichere Erde pikiert/ verpflanzt werden.

Alternativ zur Vermehrung aus Samen lassen sich halbreife Stecklinge bewurzeln. Dafür sollten Sie Spitzentriebe verwenden, sonst bildet sich kein Mitteltrieb. Auch hierfür werden Temperaturen von 25° bis 30°C und ein feucht-warmes Klima benötigt. – Ein beheizbares Vermehrungsbeet ist sehr von Vorteil.

Beim Thema Pflanzenschutz können einem Woll- und Schildläuse begegnen, ferner Spinnmilben und Dickmaulrüssler. Achten Sie gerade in den Sommermonate auf ausreichende Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus! Regelmäßige Kontrollen der Blattunterseiten auch im Inneren des Strauchs sind sehr sinnvoll.

Kaffeepflanzen im Gewächshaus