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Ein Gewächshaus planen

Wenn es um „Glashäuser“ bzw. ein Gewächshaus geht, werden in Büchern und Zeitschriften gerne die historisch anmutenden Gewächshäuser aus England präsentiert. Ob der visuellen Begeisterung vor Ort treten bei den Autoren häufig praktische Erwägungen in den Hintergrund. Wie Sie ein Gewächshaus planen und dabei heutige Anforderungen an die Nutzung und Ästhetik berücksichtigen können, soll in diesem Beitrag und in Teil 2 aufgezeigt werden. Nehmen Sie für Ihre Gewächshausplanung ruhig kompetente Hilfe in Anspruch. Wir stehen Ihnen mit unserer Erfahrung aus 60 Jahren Gewächshausbau gern zur Seite.

Gewächshäuser - praktisch und schön (Teil 1)

Der erste Teil dieser Einführung informiert über Aspekte der Planung wie Gewächshausgröße, Standort, Baumaterial und –form sowie Eindeckung. Die genaue Kenntnis der Materialeigenschaften und ihrer Kennwerte hilft, Angebote richtig zu beurteilen. Denn die Wahl des Gewächshausmodells hat direkten Einfluss auf den gärtnerischen Erfolg den man darin erzielen kann. Natürlich kann man ohne Kontakt ein Gewächshaus online kaufen, aber eine vorherige Beratung und Beschäftigung mit dem Thema halten wir dennoch unbedingt für wichtig und sinnvoll. Tipps zur Inneneinrichtung und zum Thema Gewächshaus Bepflanzung planen finden Sie im nächsten Schritt im Gewächshaus Artikel Teil 2 (Einrichtung) und den einzelnen Kapiteln unter Tipps zur Gewächshaus Nutzung.

intensive genutztes Gewächhaus für die Selbstversorgung selber planen

Der Gewächshausplan: Welches Gewächshaus für welchen Zweck?

Gewächshäuser stellen, - gut geplant, unfraglich eine Bereicherung im Garten dar: Der Anbau von wärmeliebendem Gemüse im Sommer und das Überwintern von Kübelpflanzen sind zwei typische Nutzungen eines Gewächshauses. Aber auch die Jungpflanzenanzucht und Spezialkulturen ambitionierter Pflanzensammler finden im Gewächshaus optimale Klimabedingungen.

Der Bau eines Gewächshauses aus Folie eignet sich für Einsteiger, die erste Erfahrungen mit Tomaten und anderem Gemüse sammeln möchten. Isolierung und Lüftung sind bei der Verwendung von Folie meist unbefriedigend und die Lebensdauer ist eher gering. Ein Folienhaus zu heizen ist i.d.R. unwirtschaftlich. Zudem ist im Garten ein Folienhaus oft kein schöner Anblick.

Die Überwinterung und Anzucht erfordern in jedem Fall ein gut gedämmtes Gewächshaus. Achtet man auf hochwertige Qualität des Gewächshauses, kann man sogar das ganze Jahr hindurch Gemüse und Salat ernten.

Gewächshaus planen und bauen: Diverse Bauformen

In der Frühzeit des Gewächshausbaus gab es diverse Bauformen für die Kultur von Wein, Ananas, Feigen oder anderen Nutz- und Zierpflanzen. Heute sind Satteldachgewächshäuser mit senkrechten Stehwänden üblich. Wir sind seit 60 Jahren Ansprechpartner für ambitionierte Hobbygärtner die ein hochwertiges freistehendes Gewächshaus kaufen möchten. Natürlich gibt es zu dieser Bauform auch Alternativen – oft aber mit Einschränkungen bei der Nutzbarkeit, geringerer Lebensdauer oder deutlich höheren Bau- bzw. Folgekosten.

Das erste 1959 selbst gebaute Orchideen Gewächshaus im Garten unseres Elternhauses war ein sogenanntes Erdhaus. Die zum Teil 1 Meter in die Erde eingelassenen Stehwände senkten die Heizkosten, denn Orchideen verlangen auch im Winter 18-20 °C.

Bei einem runden oder mehreckigen Gewächshaus ist auf konstruktive Stolperfallen, zum Beispiel bei der Dachlüftung, zu achten. Gewächshaus Modelle mit geneigten Außenwänden zu bauen, schränkt den Nutzraum erheblich ein.

Ein Solarhaus Gewächshaus ist asymmetrisch konstruiert: Eine große, nach Süden weisende Dachfläche bringt hohen Lichteinfall. Die Rückwand kann auch gemauert sein und dann als Wärmespeicher dienen.

Ein Anlehngewächshaus an einer Wand, also ein „halbes“ Gewächshaus angebaut an ein Gebäude, spart Energie- und Anschaffungskosten und ist durchaus eine überlegenswerte Alternative. Wenn Sie ein Anlehngewächshaus kaufen möchten, können Sie ebenfalls unter zahlreichen Maßvarianten wählen.

Ein wohnliches Anlehngewächshaus
Eine hochwertige Gewächshauskonstruktion mit einer Mischverglasung planen

Baumaterial und Konstruktion eines Gewächshauses

Ein Gewächshaus wird im Garten durch Wind, Regen, Sturm, Hagel, Schneelast und UV-Strahlung stark beansprucht. Möchte man dem etwas entgegensetzen und einen dauerhaft sicheren Stand gewährleisten, kommt in der Regel nur ein Material in Frage: Aluminium. Es ist leicht, stabil, korrosionsfest und sehr langlebig.

Stahl wurde im Erwerbsgartenbau für den Bau von Gewächshäusern mit großer Spannweite verwendet, bietet im Hobbybereich aber Nachteile: Stahl ist dreimal schwerer als Aluminium. Die Nutzung der Profile zum Anbringen von Hängeborden oder ähnlichem im Gewächshaus ist stark eingeschränkt, da die Feuerverzinkung nicht beschädigt werden darf.

Mehr zu Thema: Gewächshaus Konstruktion

Ein Holz Gewächshaus im Garten ist etwas für Liebhaber, die sich vor regelmäßigen Pflegearbeiten nicht scheuen. Hersteller, die das „historische“ Material Holz für neue Gewächshäuser anbieten, verwenden heute vor allem die aus Nordamerika stammende Thuja plictata (Western Red Cedar). Das relativ leichte, gut pilzresistente und harzfreie Holz ist langjährig witterungsstabil, muss aber trotzdem regelmäßig mit pigmentierten Lasuren behandelt werden. Der Pflegeaufwand für ein solches Modell ist hoch.

Gewächshäuser müssen stabil sein, das gilt für kleine und große Modelle. Außer dem Eigengewicht wirken weitere Lasten: Hängeborde müssen Aussaatkisten oder schwere Töpfe tragen. Auch die Schneelast auf einem Gewächshaus kann erheblich sein. Stabilität zeigt sich in den unterschiedlichen Profilquerschnitten und in den Details der Verarbeitung.

Holzgewächshäuser sind optisch ansprechend aber sehr pflegeintensiv

Für die Gewächshaus Dachneigung gilt: Bei einem zu steilen Gewächshaus Dach entweicht die Wärme schnell ungenutzt durch den hohen First. Ein zu flaches Gewächshaus Dach leidet unter Schneelast. Während außen der Staub durch den Regen nicht mehr abgewaschen wird, fließt Kondenswasser innen schlecht zu den Seiten ab und tropft auf die Pflanzen. Neigungen zwischen 18 Grad (Anlehngewächshäuser) und 30 Grad (freistehende Gewächshäuser) haben sich daher am besten bewährt. Ist die Traufe als breite Dachrinne ausgebildet, kann sie effektiv das wertvolle Regenwasser auffangen.

zweiteilige Gewächshaustüren sind äußerst praktisch - gleich bei der Gewächshausplanung berücksichtigen

Stabile Türen und Fenster gehören im Gewächshaus zu einer guten Konstruktion. Flügeltüren sind stabiler als Schiebetüren und schließen dichter. Eine Türbreite von mindestens 80 cm erlaubt das Befahren mit einer Schubkarre. Praktisch ist eine "Klöntür", deren obere Hälfte separat geöffnet werden kann. So kann gelüftet werden ohne das Haus- oder Wildtiere aus dem Garten in das Gewächshaus laufen können.

Tipp: Bei größeren Gewächshäusern kann eine Doppelflügeltür sinnvoll sein, insbesondere wenn üppige Kübelpflanzen durch die Tür transportiert werden müssen. Manche Pflanzen wie z.B. Oleander lassen sich zwar zusammenbinden. Andere aber, wie z.B. größere Citruspflanzen, benötigen beim Ein- und Ausräumen eine angemessen breite Tür.

Eine Durchgangshöhe von 1,80 m sollte immer gegeben sein.

Eine Schwelle mit Türanschlag verhindert undichte Fugen. Wird ein erhöhter Sockel gebaut (z.B. bei einem Mauergewächshaus), wird die Tür zum Gewächshaus entsprechend abgesenkt.

Über die Unterschiede in der Ausführung von Gewächshäusern informiert man sich am besten immer durch persönlichen Augenschein, denn Katalogabbildungen spiegeln oft nicht die tatsächliche Ausführungsqualität wider.

Be- und Entlüftung

Der Wert einer funktionierenden Gewächshaus Lüftung kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Schon ab 40 °C sind Wachstums-Stockungen und Schäden an den Pflanzen möglich. Etwa 10% der Außenfläche vom Gewächshaus soll zu öffnen sein. Die Berechnung erfolgt ohne Tür, denn der Gewächshausbesitzer ist nicht immer gleich zur Stelle, um die Tür bei starker Wärmeentwicklung zu öffnen.

Berücksichtigen Sie bei der Gewächshausplanung, dass die Gewächshaus Fenster auf das Dach und auf die Seitenwände verteilt werden. Nur durch den so entstehenden Kamineffekt wird warme Luft ab- und frische Luft zugeführt.

Überprüfen Sie in einem Gewächshaus Angebot also unbedingt die Anzahl, Größe und Lage der Fenster. Vergleichen Sie die Fensterfläche mit der Außenfläche. Eine gute Hilfe sind automatische Fensteröffner. Sie arbeiten ohne Strom und öffnen und schließen die Gewächshaus Fenster je nach Temperatur. Gute Modelle verfügen über eine Sturmsicherung. Bei unseren Krieger Gewächshäusern gehören sie bereits zur Serienausstattung.

Plexiglas besticht zur seine dauerhaft hohe Lichtdurchlässigkeit und hochwertige Optik
Nörpelglas war früher eine übliche Eindeckung für Gewächshäuser

Die Eindeckung/ Verglasung

Bereits die Römer sollen vor etwa 2000 Jahren „Frühbeete“ genutzt haben, die sie mit dünn geschliffenen Steinplatten abdeckten. Im Mittelalter konnte eine frühe Ernte zu einer Anklage wegen Ketzerei führen, da man gegen den göttlichen Zeitplan verstieß. Das 19. Jahrhundert beeindruckte dann mit den prächtigen Wintergärten ganz aus Glas.

Die Art der Eindeckung ist ein entscheidendes Qualitätsmerkmal für ein Gewächshaus. Sie beeinflusst das Pflanzenwohl, die Nutzungsdauer und die Energiebilanz. Hier darf also nicht am falschen Ende gespart werden. Langjährige Erfahrung bescheinigt den wärmedämmenden 16mm starken Stegdoppelplatten aus PLEXIGLAS® die besten Eigenschaften.

Einscheibenglas (meist 4 oder 6mm) führt im Gewächshaus zu etwa dreimal höheren Heizkosten als 16mm Stegdoppelplatten, bzw. zu erheblichen Temperaturschwankungen. Oft muss eine zusätzliche Schattierung Verbrennungen und Überhitzung verhindern. Das verbliebene Licht reicht dann nicht mehr aus, um Gemüse, Kräuter oder Salate anzubauen. Sicherheitsglas – vor allem im Dach – ist ein Muss.

Zwei-Scheiben-Isolierglas (16mm) wird in den Steh- und Giebelwänden häufig eingesetzt, wenn im Gewächshaus volldurchsichtiges Glas gewünscht ist. Der Wärmedämmwert ist ähnlich gut wie bei Stegdoppelplatten. Allerdings verliert man den Lichtstreuungseffekt, die Scheiben sind sehr viel schwerer und bruchempfindlicher.

Ein Gewächshaus mit Stegdoppelplatten (SDP) ist noch kein Qualitätsmerkmal für sich, denn sie werden aus sehr unterschiedlichen Ausgangsmaterialien hergestellt. Die Platten sehen sich, wenn sie neu sind sehr ähnlich, unterscheiden sich aber in der Qualität erheblich. Drei Aspekte sind von besonderer Bedeutung, wenn Sie ein Gewächshaus planen: eine langjährig garantierte Lichtdurchlässigkeit, die Haltbarkeit und die Dämmfähigkeit. Diese Eigenschaften sind abhängig vom Werkstoff und von der Plattendicke. Da Krieger Gewächshäuser häufig Jahrzehnte lang im Garten stehen, sollte die Qualität der Eindeckung auch der Langlebigkeit der Konstruktion entsprechen.

PLEXIGLAS® (Acrylglas bzw. Polymethylmethacrylat) weist gegenüber dem meist üblichen Polycarbonat in der Pflanzenkultur deutliche Vorteile auf.

Auf PLEXIGLAS® wird von der Firma Röhm eine 30-jährige Herstellergarantier gegen Vergilben gewährt. In den Ausführungen „Alltop“ und „Resist“ sorgen breite Stegabstände für große Transparenz. Bei „Alltop“ vermindert eine spezielle Oberflächenausrüstung innen, außen und in den Kammern Kondenswasser- und Algenbildung.

Die UV-Durchlässigkeit vermeidet Sonnenbrand nach dem Ausräumen der Pflanzen im Frühjahr, Farb- und Aromastoffe bilden sich besser aus und die gesundheitsschädliche Nitratanreicherung im Gemüse aus dem Gewächshaus ist geringer.

Plexiglas behält seine hohe Lichtdurchlässigkeit über Jahrzehnte

Wird in einem Gewächshaus Angebot kein Material angegeben, unbedingt nachfragen! Polycarbonat in Stärken von 6, 8 oder 10 mm lässt das Gewächshaus preisgünstig aussehen. Der Wärmeverlust ist gegenüber den 16mm Platten aber deutlich höher. Dazu kommt die stärker nachlassende Lichtdurchlässigkeit. Qualität hat hier ihren Preis. Werden die Kosten der PLEXIGLAS® Stegdoppelplatten aber auf ihre Nutzungsdauer umgerechnet, lohnt sich die Entscheidung in jedem Fall.

Mehr zum Thema: Gewächshaus Verglasung

Fundament/Sockel

Ein klassisches Streifenfundament ist für ein hochwertiges Gewächshaus langfristig die beste Lösung. Zusätzlich gedämmt, hält es die Wärme im Boden und verhindert das Eindringen von Wühlmäusen. Das muss nicht zwangsläufig aufwendig sein, Fertigsteine sind oft auch eine gute Lösung.

Ein Sockel von 10 bis 20 cm Höhe verhindert Spritzwasser und Verschmutzungen am Fuß der Verglasung. Dann sollte die Tür abgesenkt werden.

Gestalterisch ansprechend ist auch ein Mauergewächshaus mit 50 bis 60 cm hohem Sockel aus schönen Natur- oder Ziegelsteinen reizvoll. Die Seitenwände des Gewächshauses werden dann ggfls. eingekürzt um ein harmonisches Gesamtbild zu erzielen.

Mehr zum Thema: Gewächshaus Fundament

Bauen und planen: gemauerter Ziegelsteinsockel für ein Gewächshaus
Gewächshaus inmitten eines Gartens: Gewächshausbepflanzung planen

Richtige Größe & optimaler Standort

Kleine und niedrige Gewächshäuser sind eng und überhitzen leicht. Pflanze und Mensch fühlen sich hier nicht wohl. Ein Gewächshaus sollte ausreichend Raum für Pflanzbeete, Arbeits- und Abstellflächen und vielleicht noch für einen kleinen Sitzplatz bieten. Die Größe hängt natürlich vom Platz im Garten (wieviel Meter stehen in Länge und Breite zur Verfügung), von der Nutzung und vom Budget ab. 5 bis 6 m² sind für den Bau als Mindestgröße anzusetzen, 8 bis 12 m² bieten noch bessere Bedingungen. Bei der Gewächshausplanung sollten Sie beim Vergleich unterschiedlicher Modelle neben der Fläche auch die Gewächshaus Höhe berücksichtigen. Man möchte ja Tomaten, Gurken, Melonen sicher nicht frühzeitig kappen und auf Ernte verzichten.

Bei Krieger Gewächshäusern, mit ihrer hochwertigen Verglasung, ist die Wahl der Himmelsrichtung (Empfohlen wird häufig Ost / West) nicht so entscheidend. Wichtiger ist in der Regel eine gute Zugänglichkeit und dass sich das Gewächshaus gut in den Garten einfügt.

Wenn man das Gewächshaus im Garten möglichst hell, nicht im Schatten von Nadelbäumen und mit einem gewissen Abstand zu Hecken und Mauern aufstellt, kann man nichts falsch machen. Ein Platz in der vollen Sonne muss nicht sein. Der Platz sollte möglichst eben sein. Ist das auf der verfügbaren Fläche nicht gegeben, gibt es Möglichkeiten ein Gefälle auszugleichen. Für ein Gewächshaus am Hang schaffen dann Fundament und Sockel den nötigen Geländeausgleich. Kurze Wege vom Wohnhaus erleichtern die Pflege und Ernte. Wasser in der Nähe ist vorteilhaft, natürlich kann auch das Wasser des Gewächshauses gesammelt und genutzt werden. Krieger Gewächshäuser haben sehr großvolumige Dachrinnen und Abläufe um das Wasser aufzufangen.

Geben Sie auch acht auf die Windverhältnisse. Wind trägt erheblich zum Energieverlust bei. Bezüglich der Stabilität brauchen Sie sich bei einem Krieger Gewächshaus aber keine Sorgen machen.

Gibt es wenig Platz im Garten, kommen vielleicht auch mal unkonventionelle Lösungen in Betracht, wie ein Anbau unter einem Balkon, eine Kombination aus Gewächshaus- und Gerätehaus oder die Überbauung alter Schwimmbäder, Misten oder des Garagendaches an.

Mehr zum Thema: Gewächshaus Größe

Mehr zum Thema: Gewächshaus Standort

Gewächshaus einrichten und nutzen

Der Gärtner pflegt seine Pflanzen im Gewächshaus genau wie im Freiland. Er gräbt, pflanzt, gießt und düngt. Doch über einige Bedürfnisse der Pflanzen denkt der Freilandgärtner kaum nach, da diese von der Natur bedient werden. Der Regen hilft beim Gießen, der Wind verringert die Gefahr von Pilzbefall und ausreichend Sonnenschein ist zumindest an offenen Plätzen auch kein Problem. Diese drei Elemente fehlen im Gewächshaus und der Gärtner muss sie bei seinem Gewächshausplan berücksichtigen, um keine unerklärlichen Misserfolge zu erleiden. Er tritt gewissermaßen als Wettergott auf, erhält aber Unterstützung durch einige einfache Hilfsmittel.

Gießen: Der Wasserbedarf im Gewächshaus ist höher. Regenfässer und ein Anschluss an die Wasserleitung sollten vorhanden sein. Helfer: ein Bewässerungssystem (ohne Strom).

Lüften: Die Gewächshaus Fenster müssen temperaturabhängig geöffnet und geschlossen werden. Helfer: Automatische Gewächshausfensteröffner.

Luftbewegung: Im Gewächshaus fehlt der natürliche Wind. Befall durch Pilze und Weiße Fliege sind typisch, vor allem bei fehlender Luftbewegung. Helfer: ein Gewächshausluftumwälzer. Bei geringem Stromverbrauch leistet er große Dienste in Sachen Pflanzengesundheit. Die Leistung wird nach dem Gewächshaus Rauminhalt berechnet. Fenster können das Gerät nicht ersetzen, denn sie bleiben ja bei Kälte geschlossen.

Beheizung

Früher säen und pflanzen, länger ernten, Kübelpflanzen überwintern – um die erforderliche Mindesttemperatur von 5 bis 8 °C auch in kalten Monaten im Gewächshaus zu gewährleisten, geht es nicht ganz ohne Heizung. Den konkreten Wärmebedarf für ein Gewächshaus kann man schon bei der Gewächshausplanung berücksichtigen. Daraus ergibt sich der notwendige Anschlusswert der Heizung. Dieser sollte immer auf die kälteste, zu erwartende Außentemperatur ausgelegt werden um auch in einem strengen Winter auf der sicheren Seite zu sein.

Spezielle Gewächshaus Elektroheizungen sind für Feuchträume geeignet, verfügen über ein Thermostat und über ein ausreichend starkes Gebläse, um die Wärme zu verteilen. Ein entsprechender Stromanschluss sollte also immer eingeplant werden. Alternativ ist eine Gewächshaus Gasheizung möglich, manchmal auch der Anschluss an die Hausheizung.

Der tatsächliche Energiebedarf für die Gewächshausbeheizung hängt natürlich im Wesentlichen davon ab, wie gut das Gewächshaus isoliert ist und wie kalt der Winter wird. Ein einfaches Gewächshaus ohne Isolierung lässt sich nicht wirtschaftlich frostfrei halten.

Für die Gewächshausheizung erden meist elektrische Gebläseheizungen eingesetzt

Gewächshaus selber planen: So finden Sie Ihr Traumgewächshaus

Ein erster Streifzug durch das Internet lässt den Gewächshaus-Interessenten meist eher ratlos zurück. Man sollte sich also Zeit nehmen, sich ausführlich informieren und dann die favorisierten Gewächshäuser auch in natura anschauen. Ganz nebenbei lernt man dabei einiges über die Besonderheiten des Gärtnerns unter Glas. Vermeiden sollte man halbherzige Kompromisse, die aus Kostengründen resultieren. Dann sollte man doch lieber noch ein bisschen sparen und an seinem Traumgewächshaus planen. Geduld ist ja bekanntermaßen eine der besonderen Tugenden eines Gärtners.

In jedem Fall können Sie unsere fachkundige Beratung in Anspruch nehmen und alles erfragen was unklar erscheint.

Lesen Sie auch: Gewächshaus Artikel Teil 2 (Einrichtung)

Gewächshaus Artikel Teil 1 (Planung)