Das Saatgut ausbringen
Jetzt können die Samen verteilt werden. Sind sie sehr klein, wird vor dem Säen Sand beigemischt. Wir empfehlen die Verwendung von ökologischem Saatgut, z.B. der Firma Bingenheimer oder Dreschflegel. Es gibt am Markt mittlerweile eine große Auswahl. Schauen Sie sich die Beschreibung der Sorte ruhig genau an. Besonders Gewächshaus geeignete Sorten sind meist gekennzeichnet. Bei etwas feineren Samen wird gegen die geöffnete Tüte geklopft, welche zügig und gleichmäßig über das Aussaatgefäß bewegt wird. Wem das schwer fällt, für den ist ein Einzelkornsäer eine gute Idee.
Die Saat wird abgedeckt, damit die Samen weder wegfliegen, noch austrocknen können. Die meisten Pflanzen sind Dunkelkeimer. Ausnahme sind die sogenannten Lichtkeimer, welche ohne direkte Lichteinstrahlung gar nicht erst keimen. Ob und wie viel Erde zum Abdecken benötigt wird, ist in aller Regel auf den Saatguttüten abgedruckt und sollte beachtet werden. Sind allerdings einmal weder die Originaltüte, noch Informationen über Fachliteratur oder Internet zu besorgen, hilft die alte Faustregel: „Ein- bis zweifache Dicke des Korns als Erdschicht oben drüber.“ Hierbei ist es wichtig keine „Erdklumpen“ zu verteilen, sondern eine schöne, richtig gleichmäßige Schicht, deswegen ist die Verwendung eines Siebes sehr zu empfehlen.
Sehr langwierige Kulturen werden unter Umständen direkt nach der Aussaat mit Sand oder feinem Kies abgedeckt, um die Moosbildung zu minimieren. Die noch trockene Erde wird jedenfalls erneut angedrückt und anschließend angefeuchtet. Dies kann manuell mit einem Feinsprüher erfolgen oder mit einer feinen Gewächshaus Gießkanne.
Beschriften nicht vergessen!
Nach der Aussaat ist es wichtig die Saatschale zu beschriften. Auf einem Stecketikett vermerkt man mit einem wasserfesten Stift den vollständigen Namen und das Datum. So kann man Verwechselungen vermeiden. Und man kann bei Zeiten kontrollieren ob das Saatgut auch nach der vorgesehenen Keimdauer aufgegangen ist.
Pikieren
Wenn Sie in Schalen ausgesät haben, sollten Sie die kleinen Pflanzen pikieren, wenn diese aufgegangen sind und sich mit den Blättern berühren. Je nach Größe der Pflanze können Sie dann in Quickpotplatten pikieren oder in Einzeltöpfe. Wählen Sie eine Platten- bzw. Topfgröße, die zu den Pflanzen und der Größe ihrer Gewächshaus Tische passt. Zu kleine Töpfe trocknen schnell aus und die Blätter stoßen schon bald aneinander. Zu große speichern zu viel Wasser, so dass die kleinen Pflänzchen eventuell faulen. Im Zweifel können Sie uns gern fragen welches Zubehör das richtige ist.
Erst wenn die Pflanzen eine ausreichende Größe haben und die Außentemperaturen hoch genug sind, können Sie in den Garten.